Arbeit

Omid Najafi zur Konjunkturumfrage von NiedersachsenMetall: „30.000 Jobs in Gefahr – Industrie im freien Fall“

Teilen

Der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall hat heute seine Konjunkturumfrage unter bundesweit 620 Unternehmen vorgestellt. Demnach könnten dieses Jahr allein in Niedersachsen 30.000 Arbeitsplätze verloren gehen. „Wir sehen keine Stabilisierung, sondern eine weitere Verschlechterung auf breiter Front“, heißt es aus der Verbandsführung.

Dazu Omid Najafi, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Die Industrie rutscht immer tiefer in die Krise. Die Dimension – bis zu 30.000 gefährdete Arbeitsplätze allein in Niedersachsen – zeigt, dass es längst nicht mehr um eine konjunkturelle Schwäche, sondern um strukturelles Versagen geht. Fast 60 Prozent der Industrieunternehmen berichten bundesweit von Auftragsmangel, zwei Drittel der Investitionen gehen ins Ausland. Gleichzeitig sieht die überwältigende Mehrheit der Betriebe dort bessere Bedingungen – bei Energie, Bürokratie und Kosten. Das ist ein klares Misstrauensvotum gegen den Standort Deutschland, wo sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtern. Besonders kritisch ist die Lage in der Automobilindustrie. Wenn sechs von zehn Unternehmen Stellen abbauen und ein erheblicher Teil weitere Schrumpfung erwartet, gerät das industrielle Rückgrat Niedersachsens ins Wanken. Wir steuern auf eine Stimmung wie in der Coronakrise zu – nur ohne jede erkennbare Perspektive auf Erholung. Das vergangene Jahr war nicht nur verloren, es hat die strukturellen Probleme weiter verschärft. Ohne eine grundlegende Verbesserung der Standortbedingungen wird sich diese Entwicklung fortsetzen – mit absehbaren Folgen für Beschäftigung und Wohlstand.“

Omid Najafi